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Smart Home vs. Strom­verbrauch

Wie sparsam sind die cleveren Gadgets wirklich?

Smart Home vs. Stromverbrauch: Wie sparsam sind die cleveren Gadgets wirklich?

Alexa macht das Licht an und Google dreht die Heizung höher. Sprachgesteuerte Lampen und Rollläden, Heizungen und Steckdosen, die sich per Sprache und Smartphone App steuern lassen – das Smart Home ist in unsere Wohnzimmer eingezogen. Bereits im Jahr 2018 nutzten laut einer Onlinestudie (Link) 16% der Deutschen Smart-Home-Angebote. Besonders beliebt: smarte Schalter und Steckdosen, Lautsprecher und Leuchten. Warum auch nicht, ist ja komfortabel – aber ist das Smart Home auch ökologisch sinnvoll? Und welche Auswirkung haben die cleveren Helferlein auf den Stromverbrauch?

Stromkosten senken mit Smart Home?

Auf den ersten Blick könnte man annehmen, die smarte Vernetzung von Lampen, Thermostaten, Bewegungsmeldern und Steckdosen hilft, Strom zu sparen. Man ist oben im Schlafzimmer, aber unten brennt noch Licht? Ein kurzer Sprachbefehl und schon ist es aus. Irgendjemand lässt im Flur dauernd die Lampen brennen? Kein Problem mit Bewegungsmeldern. Du bist gerade übers lange Wochenende ausgeflogen und bemerkst, dass die Heizung voll aufgedreht ist? OK, einfach per App den Thermostat runterdrehen. Und damit es bei der Rückkehr nicht so frostig kalt ist, schnell noch einprogrammieren, dass ab 16 Uhr die Heizung wieder anspringt. Klingt einfach, klingt gut. Und mal ehrlich, zu Hause alles per Sprache steuern ist schon irgendwie cool. Oft bleibt es daher nicht bei Licht und Heizung, denn mittlerweile lässt sich fast alles vernetzen: smarte Kameras, Rauchmelder, Staubsauger, Lautsprecher und sogar Bewässerungssysteme. Aus Smart Home wird ganz schnell Smart Living. Das geht übrigens nicht nur in Neubauten, auch ältere Wohnung können ganz schön smart sein. Schließlich brauchen die kleinen Helferlein von Google, Apple und Amazon nur ein kleines Plätzchen im Schrank, W-LAN und … Strom natürlich.

Kosten senken mit Smart Home?

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Energie sparen mit Smart Home?

Energie sparen mit Smart Home? Jein

Komfortabel und cool ist Smart Home definitiv – aber meist zulasten des Energieverbrauchs. Damit deine Lampen auf Befehl auch jederzeit angehen, müssen die Steuereinheiten permanent aktiv sein, brauchen also unentwegt eine Verbindung zum Netzwerk und zum Strom. Tatsächlich hat eine Studie im Jahr 2019 festgestellt, dass – in Abhängigkeit von der Größe der Wohnfläche – zwischen 9% und 14% an Heizenergie eingespart werden kann. Gleichzeitig kommt es aber zu einer Erhöhung des Stromverbrauchs: Je nach Größe der Wohnung bzw. des Hauses und Anzahl der digitalen Helfer liegt dieser zwischen 3% und 19%. (Link). Entscheidend dabei ist, wie viele und zu welchem Zweck die Smart Home Geräte genutzt werden.

Ein Beispiel: Im Wohnzimmer ersetzen zwei W-LAN Lautsprecher (je 4,4 Watt im Ruhemodus) die alte Stereoanlage und eine Soundbar (6,1 Watt im Ruhemodus) unter dem Fernseher sorgt für guten TV Sound. Da Zähne putzen mit Musik einen besseren Start in den Tag verspricht, steht im Bad auch noch ein Smart Speaker (3,8 Watt im Ruhemodus). Um das Ganze auch ohne Handy steuern zu können, auf zwei Etagen einen smarten Assistenten (je 2 Watt im Ruhemodus), der 24/7 auf Sprachbefehle wartet. Diese 6 smarten Geräte benötigen in Summe rund 23 Watt. Das klingt nach gar nicht mal so viel, denn ein Staubsauger schlägt vergleichsweise schon mal mit 900 Watt zu Buche. Der Unterschied: Der Staubsauger läuft nicht 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Die Smart Home Gadget aber schon. Pro Jahr belaufen sich die Kosten für Lautsprecher und Steuereinheiten schnell mal auf über 50 €. Das hat unter anderem auch diese Studie aufgedeckt (Link).

Deine smarte Anwendung ist entscheidend

Zugegeben, natürlich haben die Lautsprecher – im Gegensatz zu Thermostaten – gar nicht die Möglichkeit, beim Energiesparen zu helfen. Sie machen einen wichtigen Punkt aber besonders klar: Ob Du mit Smart Home ökologisch tatsächlich sinnvoll fährst und Energie sparen kannst, hängt davon ab, welche smarten Gegenstände Du nutzt und wie Du sie einsetzt. Vor 20 Jahren hat noch niemand an Smart Homes gedacht, aber eines hat sich dennoch nicht verändert: Wie hieß es damals schon bei Peter Lustig? Einfach mal „abschalten“!

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