Stromverbrauch einer Klimaanlage
Was kostet die Abkühlung für Zuhause?

Die Sonne brennt, kein Lüftchen rührt sich und das Thermometer zeigt schon vormittags Werte jenseits der 25 °C. „Hitzetage“ sind aus meteorologischer Sicht Tage, an denen Temperaturen von mindestens 30 °C erreicht werden. 2018 gab es hierzulande 20 solcher Tage. In modernen Büro- oder Geschäftsgebäuden sind solche Temperaturen dank Klimaanlagen erträglich geworden. In privaten Wohnungen und Häusern gehören Klimageräte hingegen noch nicht zum Standard – zumindest nicht in hiesigen Regionen. Der Trend zur Klimaanlage im eigenen Zuhause verstärkt sich jedoch in den letzten Jahren. Und damit leider auch der Stromverbrauch: Rund 10% des gesamten Stromverbrauchs weltweit entfallen mittlerweile auf Klimageräte. Welche Möglichkeiten du hast, auch im eigenen Zuhause in den Genuss einer Klimaanlage zu kommen und wie sich das auf deinen Stromverbrauch auswirkt, liest du hier.
Welche Klimaanlagen gibt es für Zuhause?
Vereinfacht gesagt bestehen Klimageräte aus einer Wärmepumpe und Ventilatoren und funktionieren im Grunde ähnlich wie ein Kühlschrank. Allerdings müssen sie einen wesentlich größeren Raum kühlen. Bei Klimaanlagen für Wohnungen und Häuser unterscheidet man prinzipiell zwischen fest installierten und mobilen Klimageräten:
Singlesplit Klimaanlagen bestehen aus einer Außeneinheit, die zum Beispiel auf Dach oder Balkon montiert wird, und einer Inneneinheit, die im jeweiligen Raum angebracht wird. Diese Anlagen eignen sich besonders zur Klimatisierung einzelner Räume oder kleineren Wohnungen. Nutzt man neben der Außeneinheit mehrere Inneneinheiten, handelt es sich um eine Multisplit Klimaanlage, die gleichzeitig mehrere Räume kühlen kann.
Zuletzt gibt es auch noch mobile Klimageräte, die nicht fest installiert werden. Meist sind sie trag- oder rollbar und können flexibel in verschiedenen Räumen in der Wohnung oder im Haus positioniert werden.
Welche Stromkosten verursacht eine Klimaanlage?
Wie viel Strom verbraucht eine Klimaanlage zu Hause? In der Regel haben fest installierte Klimageräte einen geringeren Stromverbrauch als mobile Klimaanlagen und arbeiten leise, da die Außeneinheit nicht im Wohnbereich liegt. Insbesondere für Mietwohnungen sind jedoch mobile Klimageräte beliebt, da sie ohne Umbaumaßnahmen einfach aufgestellt und sofort in Betrieb genommen werden können. Jedoch ist ihr Stromverbrauch bei Weitem höher. Ein weiterer Nachteil: Mobile Klimaanlagen, sogenannte Monoblöcke, führen die warme Luft meist über einen Schlauch nach außen ab. Das Schlauchende wird in ein leicht geöffnetes Fenster geklemmt, was aber zwangsläufig dazu führt, dass warme Luft von außen wieder nach innen in den gekühlten Raum strömt.
Gemäß Stiftung Warentest verbrauchen mobile Klimageräte rund 140 bis 250 kWh, fest installierte Splitgeräte hingegen meist weniger als 100 kWh (Link). Um es in Zahlen auszudrücken: eine mobile Anlage (250 kWh) schlägt bei einem kWh-Preis von 0,27 Euro, mit rund 68 Euro pro Saison zu Buche, ein Splitgerät (100 kWh) hingegen nur mit 27 Euro. Mobile Anlagen können in den Betriebskosten also schnell mehr als doppelt so teuer sein. Beim Kauf solltest du daher unbedingt auf die Energieeffizienzklasse achten.
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Private Klimaanlage – Tipps zum Stromsparen
Auch in der Nutzung von Klimaanlagen gibt es Einsparpotenziale in puncto Stromverbrauch. Wir verraten dir 5 Tricks, wie du deine Klimaanlage effizienter einsetzen kannst:
- Ähnlich wie beim Kühlschrank gilt: Halte beim Betrieb der Klimaanlage Fenster und Türen möglichst geschlossen oder nur kurz geöffnet. So kannst du den Verlust an gekühlter Luft begrenzen und Stromverbrauch reduzieren.
- Achte auf die Positionierung deines mobilen Klimageräts: Sorge dafür, dass die kühle Luft ohne Hindernisse wie Tische, Regale oder Sofas durch den Raum strömen kann.
- Achte auf Temperaturunterschiede: Als Faustregel gilt, dass die Raumtemperatur nicht mehr als 5 °C bis 6 °C unter der Außentemperatur liegen soll. Damit senkst einerseits den Stromverbrauch, andererseits beugst du gesundheitliche Risiken wie etwa Kreislaufprobleme oder einer Erkältung vor.
- Nutze eine Timer-Funktion, sodass Geräte nicht unnötig lange laufen. Wie auch bei anderen Geräten gilt, Standby möglichst zu vermeiden.
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